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Hintergrund

Mit PROFOOD haben die Mangobäuer_innen einen sozial engagierten Verarbeiter gefunden, der ihre Ernte zu fairen Preisen abnimmt.

Seit der ersten Abnahme der Mangos durch dwp eG Anfang der 90er Jahre haben viele Kleinbauernfamilien dank des Fairen Handels auf naturnahen Anbau umgestellt.

Fairer Handel –

Mangoanbau mit Zukunft

Die Philippinen stehen mit ihren 7.000 tropischen Inseln und den gastfreundlichen Bewohner_innen bei Besucher_innen aus aller Welt hoch im Kurs. Trotz fruchtbarer Böden, einem günstigen Klima und einer prosperierenden Wirtschaft lebt der Großteil der Bevölkerung dennoch in absoluter Armut. Die Gründe hierfür sind vielfältig und bis heute ist die philippinische Gesellschaft von extremen sozialen Gegensätzen bestimmt. Der Faire Handel mit Mangos hat sich in dieser Situation zu einem wirksamen Instrument gegen Armut und Landflucht entwickelt, indem er hunderten von Kleinbauernfamilien ein gesichertes und höheres Einkommen ermöglicht.

Für den Apfel-Mango-Saft werden Früchte vom Carabao-Mangobaum verwendet. Goldgelb und faserarm zählen sie zu den süßesten Sorten. Da sie sehr druckempfindlich sind, werden sie ausschließlich per Hand geerntet. Nach der Ernte müssen die Früchte zügig verarbeitet werden, damit sie im feuchtheißen Klima nicht verderben. Mit PROFOOD haben die Mangobäuer_innen einen professionellen Verarbeiter gefunden, der die Früchte schonend und nach den höchsten internationalen Hygienestandards verarbeitet. Der sozial engagierte Großbetrieb garantiert den Arbeiter_innen gute Löhne sowie umfangreiche Sozialleistungen und den Mangobäuer_innen die Abnahme ihrer gesamten Ernte zu fairen Preisen. Die Kleinbäuer_innen, die in der Regel nur wenige Mangobäume besitzen, können so auch kleinere Früchte – rund ein Drittel der Erntemenge – zu fairen Bedingungen vermarkten. Sie sind die schmackhafte Grundlage für Mangopüree und damit Ausgangspunkt vieler leckerer Mango-Spezialitäten von dwp.

Die stetig steigende Abnahme immer größerer Mengen an fair gehandelten Mangos durch dwp und die nachfolgenden Importeure brachte ein bestehendes Kartell, das lange Jahre die Erzeugerpreise für Mangos künstlich niedrig hielt, zum Erliegen. Somit konnten die Erntepreise für tausende von Mangobäuer_innen  erhöhen – unabhängig ob diese an Fair-Handels-Partner wie dwp oder an rein kommerzielle Verarbeiter und Händler liefern – ein toller volkswirtschaftlicher Erfolg für die Philippinen. Die gestiegene Abnahme lässt Kleinbäuer_innen heute Brachland wieder mit jungen Mangobäumen bepflanzen, die sie von PREDA und dwp erhalten. Auch aus ökologischer Sicht eine sinnvolle Entwicklung, denn im Schatten der Mangobäume entstehen wertvolle Ökosysteme für viele Tier- und Pflanzenarten.
(Quelle dwp eG)